Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sowie Selbstuntersuchungen helfen, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und dann zu behandeln.
Welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es?
Welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es?
- Selbstuntersuchung der Brust:
Obwohl Frauen ihre Brust mindestens einmal jährlich von ihrem Frauenarzt abtasten lassen sollten, können und sollen sie sich auch regelmäßig selbst nach Verhärtungen untersuchen. Der optimale Zeitpunkt, um die Brust nach Knoten abzutasten, ist eine Woche nach der Regelblutung. Nach Ausbleiben der Regel in der
Menopause sollte man am jeweils gleichen Tag im Monat abtasten und bei einer Hormonbehandlung in den Wechseljahren monatlich eine Woche nach Beginn einer neuen Monatspackung. - Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs.
Welches Untersuchungsmuster ermöglicht ein systematisches Abtasten der Brust?
Beginnen Sie in der Mitte der Achselhöhle und tasten Sie auf- und abwärts, in dicht aneinanderliegenden parallelen Bahnen (vergleichbar mit "Rasenmähen"). Die Regionen ober- und unterhalb des Schlüsselbeins tasten Sie zusätzlich in waagerechten Bahnen. Denken Sie daran: Untersuchen Sie jede Stelle der Brust mit den vorderen Abschnitten der drei mittleren Finger in drei Kreisbewegungen mit drei unterschiedlichen Druckstärken. Damit Sie keine Stelle der Brust vergessen, tasten Sie in parallelen Bahnen. - Mammographie
Das seit Jahren am besten geeignete und erforschte Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs ist die Mammographie. Sie soll eine frühzeitig einsetzende Behandlung ermöglichen, um die Krankheit zu heilen, oder zumindest den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Die Mammographie ist eine niedrig dosierte Röntgenuntersuchung, die das Brustgewebe bis in die feinsten Details abbildet. Als einziges Verfahren erkennt sie den
Krebs schon in dem Stadium, in dem er weder tastbar ist, noch irgendwelche Symptome hervorruft. Es können sogar kleinste Tumore, mit einem Durchmesser von unter 10mm entdeckt werden. Wenn dies der Fall ist, sind meistens auch die Lymphknoten noch nicht befallen, weshalb die Aussichten auf Heilung sehr erfolgversprechend sind. Diese Untersuchung sollte im Alter zwischen 50 und 70 Jahren alle zwei Jahre durchgeführt werden.
Der behandelnde Arzt / die Ärztin legt dabei die Brust auf den Filmtisch auf, um sie mit Hilfe einer von oben auf die Brust geführten Kompressionsplatte vorsichtig zusammenzudrücken. Die Brust wird nur wenige Sekunden lang weit möglichst zusammengedrückt, sollten Sie dennoch Schmerzen bei diesem Vorgang haben, scheuen Sie sich nicht, das Ihrem Arzt zu sagen. Für ein gut zu beurteilendes Röntgenbild ist es dennoch wichtig, die Brust zusammenzudrücken, da die Strahlendosis niedriger und die Bildqualität besser ist, je flacher die Brust auf der Kompressionsplatte aufliegt. Normalerweise werden von jeder Brust zwei Aufnahmen, eine von oben und eine von der Seite, gemacht, was nicht länger als 15 Minuten dauert.
Durch den großen technischen Fortschritt der vergangenen Jahre wurde die nötige Belastung, die durch die Röntgenstrahlen verursacht wird, auf ein Geringes reduziert. Somit besteht so gut wie überhaupt kein Risiko, dass die Aufnahmen Brustkrebs verursachen. Sie wirken auch ausschließlich in der Brust und belasten das übrige Gewebe nicht. An dem Tag, an dem Sie die Mammographie durchführen lassen, sollten Sie weder Körperlotion, noch Körperpuder oder Deodorant benutzen, damit die kleinsten Partikel, die in den Hygieneartikeln enthalten sind, nicht auf den hochempfindlichen Röntgenfilmen mit abgebildet werden und dadurch die Bildbeurteilung erschweren.
Im Moment gibt es keine allgemeinen Empfehlungen, wie oft Frauen unter 50 Jahren die Mammographie vornehmen lassen sollten. Als ungefähre Richtlinie gilt jedoch: Ab dem Alter von 35 Jahren sollten Frauen ihre Brust einmal jährlich von ihrem Frauenarzt abtasten lassen und alle drei bis vier Jahre eine Mammographie durchführen lassen. Im Alter von 50 bis 70 Jahren sollte die Untersuchung alle zwei Jahre, bei erhöhtem Brustkrebsrisiko in kürzeren Zeitabständen (einmal jährlich) durchgeführt werden. - Ultraschall (Sonographie)
Sollte durch die Mammographie noch keine eindeutige Diagnose gestellt werden können, kann zusätzlich noch eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) durchgeführt werden. Durch die hochsensiblen Ultraschallwellen können zusätzliche Veränderungen, besonders in dichtem Drüsengewebe, erkannt werden. Außerdem wird der Unterschied zwischen festen und flüssigkeitsgefüllten Knoten (Zysten) sichtbar. Dieses Untersuchungsverfahren ist völlig unschädlich. Es ist jedoch keine zureichende Alternative zur Mammographie, da die zur Früherkennung von Krebs benötigten Kalkablagerungen nicht nachzuweisen sind.

























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