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Perorale Sauerstofftherapie
Medizin - Therapien


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SauerstofftherapieEtwa ein Drittel der Bevölkerung leidet unter Sauerstoffarmut im Körpergewebe. Unzureichende Sauerstoffversorgung der Zellen, hervorgerufen durch Alterungsprozesse der Zellmembranen infolge ungesunder Lebensweise, wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Nikotin- und Alkoholmissbrauch sowie Stress, kann zu Zellstoffwechselstörungen führen. Die Folgen sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit und erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten. Hinzu kommt die meist altersbedingte Verengung der Blutgefäße durch Arteriosklerose.

ARTERIENVERKALKUNG?


Man sagt, der Mensch hat das Alter seiner Arterien. Normalerweise sind die Arterien elastisch und ihr inneres Volumen ist frei und durchlässig, sodass das Blut diese Gefäße ungehindert durchfließen kann. Das muss auch so sein. Nur so ist das Blut in der Lage, den lebenswichtigen Sauerstoff, Nährstoffe und Vitamine in ausreichender Menge zu jeder Körperzelle zu transportieren. Wie wir wissen, sind nur die Arterien eines Babys restlos frei von Ablagerungen. So ist die allgemeine Arteriosklerose also ein Prozess, der sich über die gesamte Lebenszeit erstreckt und jeden Menschen betrifft.

Arterienverkalkung können auch wir nicht verhindern, jedoch haben wir die Möglichkeit, ihr aktiv entgegenzuwirken. Sauerstoff hält den Degenerationsprozess auf und hilft, den Weg zu einer gesünderen Lebensweise zu finden.  Unser Leben ist gekennzeichnet von Phasen, in denen wir sehr sorgsam mit unserer Gesundheit umgehen und mit uns durchaus zufrieden sind, aber auch von Phasen, die den Körper überaus stark belasten. Dazu gehören Krankheiten oder Schicksalsschläge, Probleme und Sorgen in der Familie oder der Firma, verbunden mit Stress und ungesundem Leistungsdruck, die sich über Jahre ungünstig auf unseren Organismus auswirken.

Unsere normalerweise elastischen Arterien reagieren auf äußere Beeinflussung wie Stress, Alkohol oder Nikotin. Die Folge ist häufig ein Ansteigen des Blutdruckes. Dabei können an besonders gefährdeten Stellen, z.B. kleinste Gefäße und deren Verästelungen der Blutbahn, Schädigungen an der Arterieninnenwand entstehen. Der Körper versucht, diese Verletzungen zu heilen und bildet eine Schutzschicht. Diese verschließt die Wunden und es bleiben kleine Narben zurück.

An diesen Stellen produziert der Körper jetzt mehr Bindegewebe. Kalksalze und überschüssige Blutfette (Cholesterine) lagern sich zusätzlich ab, der Querschnitt der Gefäße verengt sich immer mehr und ihre Durchlässigkeit sinkt. Alle Arterien des Körpers, somit auch die des Herzens und des Gehirns, können davon betroffen werden. Dieser Prozess der allgemeinen Arterienverkalkung und der Verlust an Elastizität kann jahrelang ablaufen, ohne dass körperliche Beschwerden darauf hinweisen. Risikofaktoren wie eine cholesterinhaltige Ernährung, wenig Bewegung, Über- gewicht, Alkohol- und Nikotingenuss und zunehmende Luftverschmutzung können diesen Vorgang stark beschleunigen.

Sind es anfänglich die größeren Blutgefäße, die von diesem Prozess betroffen werden und uns noch keine Beschwerden bereiten, so verengen sich mit der Zeit immer mehr mittlere, kleine und kleinste Arterien (Arteriolen). Erst jetzt reagiert der Körper mit Missempfindungen, wie Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen und auffällige Vergesslichkeit. Auch kalte und taube Fingerspitzen, Schmerzen in den Beinen oder Schwindelgefühle sind Anzeichen für eine fortgeschrittene Arterienverkalkung und einer daraus resultierenden Beeinflussung der peripheren Nerven.

DER SAUERSTOFF IM BLUTKREISLAUF

Der menschliche Organismus nimmt den benötigten Sauerstoff normalerweise zu 99 % über die Lunge und zu 1 % über die Haut auf. Unsere Umgebungsluft enthält neben 20,9% Sauerstoff noch 78 % Stickstoff und ca. 1 % Edelgase. Der Rest sind Kohlendioxid und Umweltschadstoffe. Der Sauerstoff gelangt über die Lunge mit 350-500 m Luft pro Atemzug durch die Lungenbläschen ins Blut und wird in den roten Blutkörperchen mit ca. 20 ml pro dl gebunden. Entscheidend für die Menge des im Blut transportierten Sauerstoffs sind der Luftdruck, die Zahl der roten Blutkörperchen und die Funktionsfähigkeit der Lunge.

Das frische mit Sauerstoff und Nährstoffen angereicherte Blut gelangt über die Arterien in alle Bereiche des menschlichen Körpers. Dort wird es in ein feines Netz von Blutgefäßen (Kapillaren) gepumpt. Diese sind von den kleinsten Körperbestandteilen, den Zellen umgeben. Durch die Zellwände gelangen Sauerstoff sowie Nähr- und Vitalstoffe in die Zellen. Der Sauerstoff verbindet sich hier mit dem Kohlenstoff aus den Nährstoffen zu Kohlendioxid (Ausatmung) und Wasser. Die dabei entstehende Energie wird für die Aufrechterhaltung der Körperwärme und als Muskelkraft benötigt.

Nur vollständig verbrannte Abprodukte gelangen wieder durch die Zellwand in die Kapillaren und werden von dort über das Venensystem wieder in den Blutkreislauf zurücktransportiert, um dann von der Leber, Niere und dem Darm ausgeschieden zu werden. Werden infolge unzureichender Sauerstoffzufuhr die Nährstoffe in den Zellen unvollständig verarbeitet, entstehen giftige Stoffwechselprodukte wie z.B. Milchsäure. Außerdem erfolgt ein Anschwellen der Zellen und es kommt zu einer weiteren Verminderung der Durchblutung und zu einer Vergrößerung des Sauerstoffmangels im Gewebe.

Die dadurch entstandene Sauerstoffschuld, insbesondere nach körperlichen Anstrengungen, muss dann in Stunden und Tagen körperlicher Ruhe, in denen der Sauerstoffbedarf des Organismus verringert ist, ausgeglichen werden. Entsteht ein permanenter Sauerstoffmangel im Gewebe (Hypoxie), kann es zu Entzündungen oder Absterben ganzer Gewebebereiche kommen, wodurch Krankheiten entstehen. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Gesundheitszustand eines Menschen vom Sauerstoffpotential abhängig ist. Sauerstoff hat für die gesunden Funktionen des Organismus eine hervorragende Bedeutung, denn er:
  • fördert die Mikrozirkulation des Blutes
  • ist antibakteriell und antiviral
  • fördert die Regeneration des Gewebes
  • ist an Entgiftungsprozessen beteiligt
  • fördert die Regulationsprozesse
  • reguliert den Blutdruck
  • verbessert den Stoffwechsel
  • erhöht die Energieversorgung der Zellen
  • steigert die psychische und körperliche Leistungsfähigkeit
SAUERSTOFFPARTIALDRUCK?

Wie bisher dargestellt wurde, ist die Sauerstoffversorgung im menschlichen Organismus in starkem Maße vom Sauerstoffgehalt des Blutes abhängig. Durch Krankheiten und Alterserscheinungen kann es zu einem Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut kommen. Anders ausgedrückt ist also die Sauerstoffsättigung im Blut ein Gradmesser für den Gesundheitszustand des Menschen. Mit verschiedenen Messmethoden lässt sich der Sauerstoffgehalt bestimmen. Bei der Messung des Sauerstoffpartialdruckes wird die Gesamtheit des Sauerstoffs in einer bestimmten Blutmenge ermittelt.

Diese ist natürlich in den arteriellen Blutgefäßen höher als in den venösen. Außerdem ist der Sauerstoffpartialdruck bei jungen Menschen höher als bei älteren Leuten, und wie schon erläutert, bei gesunden Menschen höher als bei Kranken. Einen Überblick über die Normalwerte des arteriellen Sauerstoffpartialdruckes in Abhängigkeit vom Lebensalter gibt die Standardkurve nach Loew-Thews. Zum Vergleich wurde im untenstehenden Diagramm die Normalkurve des venösen Partialdruckes in Abhängigkeit vom Lebensalter nach Mithoefer eingezeichnet.

Während die Messung des arteriellen und venösen Sauerstoffpartialdruckes durch Blutentnahme erfolgt, kann die Bestimmung nur des arteriellen Sauerstoffpartialdruckes auch unblutig über die Haut mit einem elektronischen Messgerät erfolgen. Hierzu wird über einen Klebering auf einer gereinigten Hautstelle im Ellenbogenbereich des linken Armes eine Messsonde luftdicht äußerlich angebracht. Durch eine Erwärmung der in der Sonde befindlichen Goldelektrode werden die darrunterliegenden Hautschichten erwärmt (hyperämisiert) und der durch die Haut nach außen dringende Sauerstoff aus den Kapillaren wird gemessen, elektronisch verarbeitet und ist ein Maß für den Sauerstoffpartialdruck des arteriellen Blutes.

Die Abweichung vom Normalwert gibt in gewissem Maße Aufschluss über den Gesundheitszustand des Menschen. Liegt der Messwert in der Nähe der Normalwerte, ist das ein Zeichen für gesunde Lebensweise und ausreichende Bewegung. Werden größere Abweichungen gemessen, so liegt entweder eine akute Erkrankung vor oder es ist dringend eine Umstellung der Lebensweise auf gesündere Ernährung und ausreichende Bewegung erforderlich. Der Grad der Unterversorgung mit Sauerstoff ist letztendlich auch maßgebend dafür, ob die Hinwendung zu einer gesunden Lebensweise oder die medizinische Behandlung eventuell auch durch Sauerstoffkuren nötig ist.

SAUERSTOFFANGEREICHERTES WASSER?

Sauerstoff lässt sich nicht nur, wie allgemein angenommen, über die Lunge oder über die Haut aufnehmen. Er kann auch mittels sauerstoffangereichertem Wasser mit oder ohne Geschmack getrunken werden. Unter üblichen Bedingungen, d.h. bei Raumtemperatur und normalem Luftdruck, kann Wasser ca. 6-10 mg Sauerstoff pro Liter aufnehmen. Diese Werte werden nur erreicht und gehalten, wenn das Wasser in ständigem Kontakt mit der Luft ist.

Besonders effektiv ist die natürliche Sauerstoffaufnahme überall dort, wo Wasser unter Gischtbildung intensiven Kontakt mit der Umgebungsluft nimmt (Wasserfalleffekt). Sauerstoffanreicherung von Wasser erfolgt auch, wenn man Luft durch Wasser hindurchperlen lässt (Aquariumeffekt). Dabei steigt der Sauerstoffgehalt allerdings auch nicht auf höhere Werte als 8-12 mg/l. Während in früherer Zeit die Menschen vielfach Quellwasser zu Trinkzwecken nutzten, kommt heutzutage das Trinkwasser nahezu ausschließlich aus zentralen Versorgungsanlagen.

Ein gutes Quellwasser kann einen Sauerstoffgehalt bis zu 14 mg/l haben, dagegen liegt der Sauerstoffgehalt des Leitungswassers nur etwa 4-6 mg/l. Der geringe Sauerstoffgehalt des Leitungswassers ist unter anderem dadurch zu erklären, dass Trinkwasser erst nach gründlicher Reinigung bzw. Aufbereitung aus Oberflächenwasser (Wasser aus Seen und Flüssen) oder Grundwasser entsteht.

Ein Teil der dabei zum Einsatz gelangenden Technologien (Entsäuerung, Chlorung, Filterung) vermindert den Sauerstoffgehalt. Außerdem strömt dieses Wasser nach dem Einleiten in das Rohrnetz unter Luftabschluss zu den Verbrauchern. Dabei wird die Strömung insbesondere im Bereich der Hausanschlüsse von längeren Stillstandzeiten unterbrochen, woraus zusätzlich eine weitere Reduzierung des Sauerstoffgehaltes resultiert. In Deutschland sind Wasserwerke bemüht, durch zusätzliches Anreichern des Trinkwassers in den Aufbereitungsanlagen den Sauerstoffgehalt wieder zu erhöhen.

WIE WIRKT SAUERSTOFFANGEREICHERTES WASSER?

Während in früheren Zeiten der Mensch mit der Aufnahme von Flüssigkeiten (frisches Quell- oder Brunnen- wasser) auch direkt Sauerstoff dem Verdauungssystem zuführte, so ist heute der Sauerstoffgehalt der meisten Getränke durch Kohlensäure oder in Kaffee oder Tee nahezu Null. Daher muss der im Verdauungssystem und den inneren Organen benötigte Sauerstoff fast ausschließlich über den großen Blutkreislauf zugeführt werden. Die dadurch bedingte starke Kreislaufbelastung spürt man besonders nach den Mahlzeiten durch starkes Müdigkeits- und Mattigkeitsgefühl. Das Trinken von sauerstoffangereichertem Wasser hat einen zweifachen Effekt.

Die im frisch gezapften Sauerstoffwasser enthaltenen feinen Sauerstoffbläschen gelangen beim langsamen, schlückenweisen Trinken über die Mundschleimhaut und das Kapillarsystem direkt in den großen Blutkreislauf. Dort wird das Blut mit Sauerstoff angereichert, was zu einem höheren Sauerstoffgehalt des Blutes insgesamt und zu einer Förderung der allgemeinen Durchblutung führt. Diesen Effekt kann man durch einen erhöhten Sauerstoffpartialdruck im Gewebe messen. Die belebende Wirkung kann jeder, der auf diese Weise Sauerstoffwasser genießt, sehr schnell spüren.

Außerdem gelangt der im Wasser gelöste Sauerstoff durch die Speiseröhre in den Magen. Durch Erwärmung auf 37 Grad Körpertemperatur und Walkbewegung des Magens (Peristaltik) wird der Sauerstoff freigesetzt und über die Magenschleimhaut dem Kapillarsystem zugeführt. Hier tritt der Sauerstoff in das Blut über und gelangt über die Pfortader in das Kapillarsystem der Leber.

Die Wirkung dieser Sauerstoffdusche für die Leber ist in dem auch als Chemiekraftwerk des Körpers mit bezeichne- ten Entgiftungs- und Verdauungsenzyme produzierenden Organ eine Außerordentliche. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten in den letzten 25 Jahren weisen eine stabilisierende Wirkung der peroralen Sauerstoffanwendung auf die Leberfunktion und die Bildung der Gallenflüssigkeit nach, was zu einer besseren Fettverdauung führt. In Tierversuchen und bei der Auswertung von Erfahrungen bei der Behandlung von Menschen konnte festgestellt werden, dass sich Störungen in der Leberfunktion, die durch Vergiftungserscheinungen hervorgerufen sind, schneller beseitigen lassen und die Wirkung von Arzneimitteln verbessert werden kann.

Besonders zu erwähnen sind auch die Auswirkungen auf die Magen-Darmperistaltik. Nach dem Trinken von sauer- stoffangereichertem Wasser konnte eine beträchtliche Steigerung der Häufigkeit und der Intensität festgestellt werden, während kohlensäureangereichertes Wasser keine sichtbaren Reaktionen hervorrief. Die genannten Effekte treten vor allem dann ein, wenn regelmäßig und möglichst täglich sauerstoffangereichertes Wasser in ausreichendem Maße (mindestens 0,5 l) getrunken wird. Dabei kommt es besonders darauf an, das Wasser frisch nach der Zubereitung zu trinken. Wie schon beschrieben, kann man durch unterschiedliche Trinktechniken verschiedene Wirkungen erzielen.

Langsames schlückchenweises Trinken, wobei das mit Sauerstoff angereicherte Wasser möglichst lange im Mund belassen wird, fördert den allgemeinen belebenden Effekt, während ein schnelleres Trinken die positiven Wirkungen speziell auf die inneren Organe und vor allem auf das Verdauungssystem und die Leber stärken kann.

SAUERSTOFFWASSER AUS MEDIZINISCHER SICHT

Durch Erfahrungsberichte von Sirotkin in "Vrachebnde Delo Nr, 7 Juli 1968" und im "American Journal of Psychatry Nr. 125, Nov. 1968" sowie Karpenko in der Zeitschrift "Urologica, Nephrologica" wurde schon frühzeitig bekannt, dass das Trinken von sauerstoffangereichertem Wasser zur Verbesserung des Wohlbefindens des Menschen führt.

Durch die perorale Sauerstofftherapie können eine Reihe von Beschwerden, wie:
  • Durchblutungsstörungen
  • Lungen- und Atemwegserkrankungen
  • Herz- und Gefäßfunktionsstörungen
  • Hyperventilation
  • Störungen der inneren Atmung (Zellatmung)
  • Anämie
  • Enzymdefekte
  • Vergiftungen
  • Mikrozirkulationsstörungen
  • gestörte Energielieferung der Zelle
  • Migräne
  • gastrointestinale Beschwerden
  • Immunschwäche
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche
  • psychovegetative Störungen
positiv beeinflusst werden.

Sauerstoffwasser erhöht einerseits das Sauerstoffangebot für die Zellen und verbessert andererseits die Sauerstoffverwertbarkeit durch entsprechende Aktivierung der für den Sauerstofftransport verantwortlichen Mediatoren (Blutplasma und rote Blutkörperchen). Damit wird einem hypoxischen Milieu oder einem Entstehen desselben nachhaltig entgegengewirkt, sodass Beschwerden, die letztlich ihre Ursache in einer zellulären Sauerstoffunterversorgung haben, nach Verabreichung von Sauerstoffwasser gelindert oder sogar ganz beseitigt werden können.


 

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